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Umsatz gehalten – gutes operatives Resultat

Hotelplan Group9. März 2004
Hotelplan Group

Der Hotelplan Konzern erreichte im Geschäftsjahr vom 1. November 2002 bis 31. Oktober 2003 trotz den äusserst schwierigen Marktverhältnissen ein positives Konzernresultat. Gemäss neuer Umsatzdefinition lag der Nettoerlös auf vergleichbarer Basis nahezu unverändert bei 1,667 Milliarden Franken (Vorjahr: CHF 1,666 Mia). Der Konzern erzielte einen erfreulichen Betriebsgewinn EBITA von 32,3 Millionen Franken (CHF 35,3 Mio). Das Konzernergebnis nach Steuern blieb mit 13,5 Millionen Franken positiv (20,0 Millionen). In der Schweiz steigerte die Hotelplan Swiss Group ihren Betriebsgewinn EBITA auf stolze 10,2 Millionen Franken (CHF 1,5 Mio) und konnte weiter Marktanteile gewinnen.

Die Reisebranche verzeichnete europaweit ein äusserst unbefriedigendes Geschäftsjahr. Führende touristische Konzerne hatten hohe Verluste zu vermelden. Terrorakte, SARS, der Irak-Krieg sowie eine stark geschwächte Konjunktur drückten massiv die Reiselust und führten zu drastischen Umsatz- und Ertragseinbussen in der Tourismusindustrie. Alleine in der Schweiz ist die touristische Nachfrage insgesamt um 10 bis 15 Prozent weiter geschrumpft.

Vor diesem Hintergrund präsentiert der Hotelplan Konzern unter der Führung von CEO Claus M. Niederer ein positives und erfreuliches Ergebnis. «Wir haben einerseits rasch auf die veränderte Nachfrage reagiert und andererseits hat sich unsere strategische Ausrichtung in den verschiedenen Märkten bewährt», fasste Claus M. Niederer an der Bilanz-Medienkonferenz in Zürich die Gründe für das gute Resultat zusammen.

Umsatz gehalten – Auslandumsatz immer wichtiger

Gemäss neuer Umsatzdefinition war der Gesamterlös auf vergleichbarer Basis praktisch unverändert CHF 1,667 Mia, das heisst CHF 1,6 Mio über Vorjahr (CHF 1,666 Milliarden). Mit CHF 736,1 Mio lag der Nettoerlös der Unternehmungen in der Schweiz nur 3,4 Mio Franken unter Vorjahr. Die Nettoerlöse im Ausland stiegen leicht um 0,5% oder CHF 5 Mio auf CHF 931,2 Mio. Der Anteil des Auslandumsatzes an den Gesamterlösen hat sich dadurch weiter erhöht und beträgt mittlerweile 56%. Insgesamt reisten gemäss neuer Berechnungsmethode knapp 2 Millionen Gäste mit Hotelplan, auf vergleichbarer Basis bedeutet dies 4,5% weniger als im Vorjahr.

Massgeblich zum positiven Konzernergebnis trugen die Spitzenwerte von Hotelplan England und Italien bei. In England erhöhte sich der Nettoerlös um 5,3% (plus GBP 6,6 Mio). Die EBITA-Rate erreichte 10,9%. In Italien stieg der Umsatz um 13,1% (plus EUR 16,1 Mio). Die EBITA-Rate kletterte auf 3,4%. Rückschläge mussten Hotelplan Holland, die Gesellschaft Turisanda im italienischen Markt und Hotelplan Frankreich hinnehmen. Sie erreichten deutlich schlechtere Ergebnisse als im Vorjahr. Die EBITA-Raten liegen bei allen drei Gesellschaften im Minus-Bereich. Am deutlichsten Holland mit -3,2%.

Die in 14 Ländern operierende Interhome Gruppe erzielte ein zufrieden stellendes Ergebnis. Eine erforderliche Rückstellung für Doppelmieten sowie höhere Betriebskosten liessen den Betriebsgewinn EBITA mit CHF 1,86 Mio unter das Vorjahr fallen (-45%). Das Gästeaufkommen konnte mit 521'412 Personen praktisch stabil gehalten werden (-0,5%).

Schlechte Nachfrage nach Badeferien, insbesondere auf Djerba, Kreta und den Malediven im Sommer beeinflussten das Ergebnis der Horizonte Hotels und Ferienanlagen markant. Der Bruttoumsatz sank um 3,3% auf CHF 37 Mio und die Übernachtungen nahmen um 4,7% auf 389'000 ab.

Gutes operatives Resultat

Der Betriebsgewinn EBITA lag nur leicht unter Vorjahr. Mit CHF 32,3 Mio (Vorjahr CHF 35,3 Mio) ergibt dies eine Marge von 1,9%. Der Konzerngewinn beträgt CHF 13,5 Mio und ist damit 32,5% tiefer als im Vorjahr (CHF 20 Mio). Dieser Rückgang ist einerseits steuerlich bedingt und andererseits mussten zusätzliche Goodwillabschreibungen getätigt werden.

Die Bruttoinvestitionen sind um 19,5% auf CHF 40,7 Mio zurückgegangen. Davon sind CHF 9,1 Mio noch auf den Neubau in Zürich-Glattbrugg zurückzuführen. Der Um- und Ausbau der eigenen Hotelanlage in Südfrankreich kostete CHF 10,3 Mio. Firmenakquisitionen wurden im italienischen Markt getätigt. Erworben wurde die Firma Casaclub in Siena und Hotelplan beteiligte sich mit 34% an der Firma Gattinoni Travel Network in Lecco. Der Cashflow beträgt CHF 47,4 Mio. Damit konnten die Investitionen aus den selbst erarbeiteten Mitteln finanziert werden.

Die liquiden Mittel betragen CHF 243,4 Mio, das Eigenkapital CHF 222,4 Mio und dessen Anteil an der Bilanzsumme 38,8%. Der Hotelplan Konzern ist damit kerngesund finanziert und hat die umfangreichen und entsprechend kostenintensiven Projekte im Bereich EDV und Reservationssystem, aber auch den Wechsel in das neue Bürogebäude problemlos aus eigener Kraft finanziert.

Schweiz:

Hotelplan Swiss Group in guter Verfassung

Die Hotelplan Swiss Group weist ein bemerkenswertes Resultat aus. Walter Güntensperger, CEO Hotelplan Swiss Group, konnte an der Bilanz-Medienkonferenz dank rigorosem Kostenmanagement eine markante Gewinnsteigerung präsentieren. Das Betriebsergebnis EBITA kletterte von CHF 1,5 Mio im Vorjahr auf CHF 10,23 Mio. Der konsolidierte Nettoerlös der Hotelplan Swiss Group sank nur um 1,6% auf CHF 706,961 Mio (Vorjahr: CHF 718,302 Mio). Im Touroperating schlug ein Minus von 2,5% zu Buche. Damit liegt das Reiseunternehmen weit über dem Durchschnitt und konnte weiter Marktanteile gewinnen. Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich in Folge des Einstellungsstopps von 1713 auf 1538 reduziert.

Von der geringen Umsatzeinbusse sind mit Ausnahme von Tourisme pour Tous TPT alle Marken betroffen. Entsprechend der Umsatzentwicklung hat auch die Passagierzahl abgenommen, um 3,8% auf 748 800 Gäste.

Das Gesamtvolumen verteilt sich auf die einzelnen Unternehmungen wie folgt (nicht konsolidiert): Hotelplan CHF 527,9 Mio (-3%), Esco-Reisen CHF 130,9 Mio (-0,8%), Tourisme Pour Tous TPT CHF 48,3 Mio (+7,0%), Marti Reisen CHF 5,6 Mio (-0,3%) und Belair CHF 123,8 Mio (+44,8%).

Im Touroperating lag das Umsatztotal bei CHF 662,1 Mio. Verteilt auf die einzelnen Marken bedeutet dies: Hotelplan CHF 343,1 Mio (-1,2%), ESCO CHF 128 Mio (-2,2%), M-travel CHF 143,5 Mio (-8,1%), Tourisme Pour Tous TPT CHF 47,5 Mio (+6,4%).

Eigene Filialen überdurchschnittlich

Der Trend verstärkt sich: die eigenen Filialen – 130 in der Schweiz und zehn in Deutschland – steigern ihren Umsatzanteil laufend. Er liegt mittlerweile bei 46,8% des Touroperating Umsatzes. Die eigenen Filialen büssten knapp 1% des Umsatzes ein, während der Agentenkanal im Berichtsjahr rund 9% Umsatz verlor.

ESCO und TPT im Aufwind – Hotelplan und M-travel stagnieren

Nach einem Umsatzrückgang seit dem Jahr 2000 konnte der Länderspezialist ESCO mit seinem Katalogangebot erstmals wieder eine Umsatzsteigerung von 3,5% realisieren und auch ertragsmässig deutlich zulegen. Weniger Last-Minute-Verkäufe und eine Umsatzeinbusse bei Parikos führten für die ESCO gesamthaft zu einem Umsatzminus von 2,2%.

Tourisme Pour Tous konnte um 6,4% zulegen. Die Produkte von Royal Tours, Thalasso, die Antillen und der Flight Shop wurden beim Spezialisten in der Romandie sehr gut nachgefragt.

Die Marken Hotelplan und M-travel waren leicht rückläufig. Die Familienangebote bei den Badeferien und Reisen nach Asien wurden schlechter nachgefragt als im Vorjahr. Bei den Badeferien legten die Balearen, das Rote Meer, die Karibik und der Indische Ozean zu. Im Rahmen des Vorjahres lagen die Kanarischen Inseln und Nordafrika. Rückschläge mussten die Türkei, Griechenland und Zypern hinnehmen.

Der erfolgsverwöhnte Autoplan verzeichnete erstmals seit vielen Jahren einen kleinen Umsatzrückgang. Auch bei diesem Produkt ist dies auf eine geringere Nachfrage von Familien zurückzuführen.

Erfreulich gut liessen sich Spezial-, Schiffs- und Städtereisen verkaufen. Gerade bei den Städtereisen und in den Freizeitparks konnten in den letzten Jahren kontinuierlich Marktanteile gewonnen werden.

Der Rückgang bei den Reisen nach Amerika wurde gestoppt. Hingegen sind die Zahlen in Asien um fast einen Drittel eingebrochen. Überdurchschnittlich zugelegt hat der Flight Shop. Dies deutet darauf hin, dass die massgeschneiderten Individualreisen weiterhin ein Marktwachstum aufweisen.

In der Statistik nach Reiseländern steht Spanien nach wie vor einsam an der Spitze. Die Plätze zwei und drei werden von Griechenland und Italien belegt, obwohl beide Länder einen zweistelligen Umsatzrückgang verzeichneten. Die Gewinnerin des Jahres war die Dominikanische Republik. Durch ein neues Flugkonzept mit der Belair konnte der Inselstaat in der Karibik um über 20% zulegen und belegt nach Umsatz bereits den 4. Rang. Auf den nächsten Plätzen liegen Tunesien, Frankreich, Ägypten, Türkei, die USA, Thailand und die Malediven. Mit diesen 11 Ländern generierte die Hotelplan Swiss Group zwei Drittel ihres gesamten Umsatzes.

Belair Airlines im zweiten Betriebsjahr erfolgreich

Zur Flotte der eigenen Qualitäts-Ferienfluggesellschaft Belair gehören zwei Boeing 757-200ER für die Kurz- und Mittelstrecken und eine Boeing 767-300ER für die Langstrecken. Im zweiten Flugjahr wurden knapp 400 000 Passagiere an insgesamt 36 Destinationen befördert. Bei einer Auslastung von 84% auf den Langstrecken (3071 Flugstunden), sowie 83% auf den Kurz- und Mittelstrecken (5998 Flugstunden) wurde im zweiten Betriebsjahr ein Nettoerlös von CHF 123,8 Mio erzielt. Der dabei resultierende EBITA von CHF 1,474 Mio weist auf eine erfolgreiche Operation hin.

Verhaltene Prognose

Die Prognose von Hotelplan CEO Claus M. Niederer fällt verhalten aus: «Ich gehe davon aus, dass wir die Talsohle durchschritten haben. Für das laufende Jahr beurteilen wir die konjunkturellen Rahmenbedingungen als noch nicht optimal. Wir rechnen dennoch mit einer deutlichen Verbesserung im Umsatz und auch beim Reinertrag.

Mit England und Italien weisen in den ersten Monaten die gleichen Märkte, die im Berichtsjahr zulegten, immerhin ein Plus auf. In der Schweiz liegen die Zahlen im Moment über dem Vorjahr, in etwa auf dem Niveau des Jahres 2001/2002. In der Schweiz rechnet Walter Güntensperger mit einem stagnierenden Markt: «Wir werden unser rigoroses Kostenmanagement beibehalten und die Produktpalette weiter straffen.»

Hotelplan Konzern 2003

(Neue Umsatzdefinition für 2003: Aus dem Verkauf von Drittangeboten wird nur noch die Kommission als Umsatz deklariert)

in 1000 CHF2002/2003 2001/2002
Passagiere1998782– 4,5%2092608
Nettoerlös1667307+ 0,1%1665722
Betriebsergebnis EBITA32315– 8,4%35266
Konzernergebnis nach Steuern13510– 32,5%20005
Cashflow47425– 2,6%48698
Investitionen40714– 19,5%50582
Bilanzsumme572637– 3,8%595073
Mitarbeitende3854– 4,7%4043

Bianca Gähweiler

Head of Corporate Communications

Bianca Gähweiler

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